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Palliativbereich

Palliativmedizin ist die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren progredienten und fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Hauptziel der Begleitung ist die Verbesserung und der Erhalt der Lebensqualität, um den Patienten ein möglichst beschwerdearmes Leben zu ermöglichen. Viele Grundsätze der Palliativmedizin sind bereits auch in frühen Krankheitsstadien der Grunderkrankung hilfreich. Die Palliativmedizin lindert nicht nur körperliche Leiden, sondern auch geistige und seelische Probleme, die mit der Erkrankung einhergehen können. Zudem bietet sie Hilfe bei sozialen und praktischen Fragen.

In der stationären Palliativpflege ist die Linderung von ambulant nicht beherrschbaren Symptomen wie beispielsweise Schmerzen, Luftnot oder Angst und damit die Verbesserung der Lebensqualität eines der Behandlungsziele. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der gut vorbereiteten Entlassung nach Hause. Sofern eine dauerhafte Versorgung in der häuslichen Umgebung nicht möglich ist, kann eine Verle¬gung in eine pflegende Einrichtung oder Hospiz organisiert werden.

Im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum sind zusätzlich ausgebildete Ärzte (Palliativmediziner/Ernährungsmediziner) und Krankenschwestern/-pfleger (Palliative Care) tätig. Die Einheit für Palliativmedizin des Knappschaftskrankenhauses verfügt über vier Betten, die von der Medizinischen Klinik betreut werden.

Aufnahmekriterien sind:

  • Es liegt eine fortgeschrittene Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung vor, die einer palliativmedizinischen Behandlung inkl. qualifizierter Palliativpflege bedarf.
  • Linderung ambulant nicht beherrschbarer Symptome, wie z.B. Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Ernährungsprobleme oder Unruhe- und Angstzustände.
  • Der Patient ist mit der Aufnahme einverstanden und darüber aufgeklärt, dass eine heilende Therapie nicht möglich ist und in der Regel keine lebensverlängernden Maßnahmen erfolgen. Lebensverlängernde Maßnahmen werden nur durchgeführt, wenn sie die Lebensqualität des Betroffenen verbessern.
  • Das Vorliegen einer Patientenverfügung und/oder Vorsorgevollmacht ist wünschenswert.
  • Der Patient und die Angehörigen sind vor Aufnahme darüber informiert, dass nur eine begrenzte Aufenthaltsdauer geplant ist und eine Entlassung nach Hause oder in eine andere Einrichtung nach Besserung oder Stabilisierung der Beschwerden angestrebt wird.
  • Es werden in der Regel nur erwachsene Patienten betreut.
Prof. Dr. Wolff Schmiegel
Prof. Dr. Wolff Schmiegel
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