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Rückenschmerzen

Medizin-Tipp: Kann man die Wirbelsäule vor sich selbst schützen? Was ist wann sinnvoll?

In der akuten Phase nach Auftreten der Beschwerden sollte der Betroffene überwiegend Ruhe halten. Bei sehr starken, länger andauernden Schmerzen kann eine Bettruhe sinnvoll sein. Medikamente helfen, den akuten Schmerz erträglich zu machen. Die Auswahl der Medikamente geschieht durch die niedergelassenen Kollegen. Nur in wenigen Fällen bei nicht nachlassenden Schmerzen oder beim Auftreten von Ausfällen (Lähmungen, Sensibilitätsstörungen, Störungen der Blasen- oder Darmkontrolle) muss eine Einweisung in ein Krankenhaus erwogen werden. Neben der Einnahme von Medikamenten hilft oft eine lokale Anwendung von Wärme, die reflektorisch verspannte Muskulatur zu entspannen.

Sobald die Schmerzen weniger werden, kann und sollte das Belastungsausmaß langsam wieder gesteigert werden. Dabei ist die Unterstützung durch einen Physiotherapeuten sinnvoll. Das Beste ist ein ständiger Wechsel von langsamen Laufen, Sitzen und bei Auftreten von Muskel-/Rückenschmerzen Liegen. Ein längeres Verweilen in einer gleichbleibenden Körperposition sollte vermieden werden. Zudem sollten keine schweren Gegenstände (> 5KG) gehoben werden. Zusammenfassend muss man die Wirbelsäule als Bewegungsorgan verstehen und die Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit als oberstes Ziel der Bemühungen.

Univ.-Prof. Dr. med. Kirsten Schmieder
Univ.-Prof. Dr. med. Kirsten Schmieder
Direktorin der Klinik für Neurochirurgie
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