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Tiefe Hirnstimulation

Medizin-Tipp: Wenn die Schaltkreise im Gehirn aus dem Takt geraten sind – Tiefe Hirnstimulation zur Behandlung neurologischer Erkrankungen

Bei manchen neurologischen Erkrankungen, wie z.B. Morbus Parkinson und Tremor-/Zittererkrankungen, bestehen im Gehirn Störungen innerhalb bestimmter „Nervenschaltkreise“. Nicht immer können diese Fehlfunktionen durch Medikamente ausreichend gebessert werden. Die Tiefe Hirnstimulation, auch als „Hirnschrittmacher“ bezeichnet, ist ein Verfahren, mit dem die „aus dem Takt“ geratenen Schaltkreise wieder in den richtigen Rhythmus gebracht werden.

Dazu werden durch ein spezielles neurochirurgisches Verfahren eine oder mehrere Elektroden an genau den Ort in der Tiefe des Gehirns implantiert, der die Fehlfunktion unterhält. Über ein Bohrloch im Schädel wird die Elektrode millimeterweise unter höchster Präzision bis zum vorher berechneten Zielpunkt vorgeschoben; gleichzeitig wird der Patient auf bestimmte Weise immer wieder untersucht, bis man sicher ist, dass die Elektrode ihren vorgesehenen Platz erreicht hat. Die Elektroden werden – unter der Haut und von außen unsichtbar – mittels Kabeln mit dem eigentlichen Hirnschrittmacher verbunden, der durch individuell eingestellte Stromimpulse das gestörte Nerven-Netzwerk wieder „in Takt“ bringt.

Voraussetzungen für den Erfolg einer solchen Operation sind neben der neurochirurgischen Erfahrung vor allem die Auswahl der geeigneten Patienten durch einen erfahrenen Neurologen und die langfristige Betreuung der Patienten durch ein interdisziplinäres Team.

Priv.-Doz. Dr. med. Sabine Skodda
Priv.-Doz. Dr. med. Sabine Skodda
Ltd. Oberärztin der Klinik für Neurologie
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