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Fachgesellschaft schult Chirurgen für mögliche Folgen von Terroranschlägen

Seminar zum Umgang von Explosions-, Schuss- und Stichverletzungen im Knappschaftskrankenhaus

Die Welle der Terroranschläge hat nun auch Deutschland erreicht. Infolge dieser Entwicklungen müssen sich Krankenhäuser und insbesondere Chirurgen auf die Versorgung von Explosions-, Schuss- und Stichverletzungen einstellen. Daher treffen sich in dieser Woche 80 Chirurgen aus regionalen Krankenhäusern im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, um neben der Organisation eines Massenanfalls von Schwerverletzten auch in der Behandlung von Verletzungen der Brust- und Bauchorgane geschult zu werden.

Erfahrene Chirurgen aus Bundeswehrkrankenhäusern werden gemeinsam mit Organspezialisten die operative Versorgung einschließlich der Vor- und Nachsorge vorstellen. Mit besonderem Interesse wird eine Videokonferenz erwartet, bei der Chirurgen aus Paris über ihre Erfahrung bei den Terroranschlägen im vergangenen November berichten werden.

Zudem kommen Ablauforganisation und Kommunikation zur Sprache. „Wir alle hoffen, dass wir diese Erkenntnisse nicht einsetzen müssen. Es wäre jedoch fahrlässig, wenn wir uns unvorbereitet den Herausforderungen eines Terroranschlages stellen müssten“, betonen Professor Dr. Heinz-Johannes Buhr, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), und Professor Dr. Richard Viebahn vom Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, dem die wissenschaftliche Leitung vor Ort obliegt.

Das Seminar wird organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), Berlin.

Pressemitteilung: Fachgesellschaft schult Chirurgen für mögliche Folgen von Terroranschlägen 

Prof. Dr. Richard Viebahn
Direktor der Chirurgischen Klinik
0234 / 299-3201