Industriekultur impressionistisch interpretiert

Kunstausstellung „LEBENSräume - MENSCHENbilder“ im Knappschaftskrankenhaus

Fördertürme, Zechengelände, Kühltürme, Brücken oder bekannte Landmarken des Ruhrgebiets: typische Elemente der Industriearchitektur in Komposition gesetzt, skizzenhaft angedeutet und in ein sanftes Farbenmeer getaucht, wobei die mit einem zarten Pinselstrich erzeugte Szenerie mal melancholisch-verträumt, mal geheimnisvoll, mal idyllisch-friedlich wirkt. Die Bilder der Wittener Künstlerin Sigrid Drübbisch verfehlen ihre Wirkung nicht, sie lassen regelrecht fühlen, mitfühlen. Eine Auswahl ihrer Werke ist ab sofort unter dem Titel „LEBENSräume - MENSCHENbilder“ bis voraussichtlich Februar im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, im Gang zur Cafeteria, zu sehen.

„Meinen starken impressionistischen Einschlag kann ich nicht leugnen, ich liebe die farblichen Nuancierungen“, sagt die gelernte Diplom-Sozialarbeiterin. Seit 1981 schon ist Sigrid Drübbisch freiberuflich als Künstlerin und Autorin tätig und eignete sich ihr Wissen und Können autodidaktisch an. Los ging es damals mit einer Reise nach Südfrankreich, wo sie sich intensiv mit dem Impressionismus auseinandersetzte, einer Stilrichtung, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand und die durch die stimmungsvolle Darstellung von flüchtigen Momentaufnahmen einer Szenerie und den besonderen Eindruck des Lichts gekennzeichnet ist. Kein Wunder, dass Claude Monet durch seine brillante Farbgebung eines ihrer Vorbilder ist, obwohl sie auch die Werke der Expressionisten Paul Gauguin und Wassily Kandinsky sehr schätzt.

„Ich habe mich über Jahre hinweg mit unterschiedlichen Methoden und Farbarten ausprobiert und schließlich meine ganz persönliche Mischtechnik – einen Mix aus Linolschnitt und Acrylmalerei – gefunden“, erzählt die 68-Jährige. Dabei setzt sie keine Komplementärfarben nebeneinander, sondern nutzt unter anderem reine Pigmente, die sie mischt. So ergibt zum Beispiel Ultramarinblau zusammen mit Alaun auf Acrylglas eine ganz besonders tolle Leuchtkraft. „Ich spiele gern mit Farbe – durch den Druck des Pinsels und mit der Stärke des Auftrags“, verrät Drübbisch, die neben der klassischen Leinwand auch unterschiedliche Untergründe wie Holz, Glas und Metall nutzt und die unterschiedlichen Materialeigenschaften in ihr Schaffen miteinbezieht.

Wichtigster Kritiker dabei ist stets ihr Mann: Er lässt Komposition, Struktur, Farbgestaltung und Material in Ruhe auf sich wirken, um anschließend wertvolle Tipps zu geben. Sigrid Drübbisch ist eng mit dem Ruhrgebiet verbunden, auch ihre beiden Krimis „Mord-Art“ (2019) und „Tinten-Wut“ (2022) spielen hier. In ihrem neusten Buch wird das Wäldchen „Bömmerdelle“ am Knappschaftskrankenhaus sogar zum Schauplatz eines Mordes… Vertreten wird sie künstlerisch durch die Galerie Luzia Sassen in Hennef Sieg und ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller und Schriftstellerinnen. 
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