Abstrich für einen PCR-Test in der Vorgelagerten Notaufnahme

Kein erhöhtes Infektionsrisiko im Klinikalltag

Aufschieben von Operationen aus Sorge vor Ansteckung mit dem Corona-Virus ist unbegründet

Aufgrund der Pandemielage wurden in den letzten Monaten viele Krankenhausaufenthalte verschoben: Teils, weil aufgrund fehlender Behandlungskapazitäten geplante Eingriffe seitens der Kliniken abgesagt werden mussten, und teils, weil Patientinnen und Patienten aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus noch immer auf notwendige Operationen verzichten. „Aber diese Sorge ist unbegründet“, weiß Dr. Christina Schulze, Krankenhaushygienikerin und Infektiologin am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum. „Im Klinikalltag besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko, die Hygienemaßnahmen sind auf einem sehr hohen Niveau, es ist ausreichend Schutzmaterial vorhanden und die Mitarbeitenden sind umfänglich geschult“, erklärt sie.

Um die persönliche Sicherheit von Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden gleichermaßen zu gewährleisten und mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen, werden am Knappschaftskrankenhaus alle Mitarbeitenden des Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum – auch patientenferne Berufsgruppen – bereits seit letztem Jahr regelmäßig mindestens zwei Mal die Woche mittels hochsensibler PCR über das hauseigene Zentrallabor getestet.

Sicherheit hat auch bei der Patientenaufnahme höchste Priorität, denn diese erfolgt bereits seit Beginn der Pandemie über die eigens dafür eingerichtete „vorgelagerte Notaufnahme“ (VNA - ausgeschildert) im Erdgeschoss von Haus D, wo eine frühzeitige Risikodifferenzierung vorgenommen wird. Dafür werden beispielsweise Fieber gemessen, der Immunisierungsstatus erhoben sowie Kontakte mit Corona-infizierten Personen abgefragt. Mittels eines Ampelsystems wird der Covid-19-Status ermittelt und in Grün, Gelb, Rot klassifiziert. Das gesamte Prozedere dient dem Zweck, die Patientinnen und Patienten vor Betreten der Klinik in Covid-19-Verdachtsfälle bzw. Nicht-Verdachtsfälle einzuteilen, um sie in der Klinik entsprechend isolieren, eventuelle Ansteckungsketten unterbrechen und zielgerichtet behandeln zu können. Ergänzend zu dieser sogenannten „Pre-Triage“ sind alle einbestellten Patientinnen und Patienten angehalten, einen aktuellen negativen Bürgertest (bis 24h) vorzulegen oder einen negativen PCR-Test (bis 48h) mitzubringen – dies gilt unabhängig vom Immunisierungsstatus, also auch für Geboosterte. Darüber hinaus erhält jeder stationär aufgenommene Patient noch einen PCR-Test im Haus. Und auch während des Aufenthalts werden regelmäßig PCR-Tests durchgeführt, um mögliche Ansteckungen, die vor dem Klinikaufenthalt erfolgt sind, innerhalb der Inkubationszeit frühzeitig zu entdecken.

„Der Aufwand, den wir betreiben, zeigt: Es ist uns wirklich ein großes Anliegen, jedem einzelnen Patienten einen sicheren Aufenthalt zu ermöglichen und dabei haben wir insbesondere einen Blick auf den hohen Anteil immungeschwächter Patienten in unserer Klinik“, sagt Dr. Schulze und ermutigt, notwendige Operationen durchführen zu lassen. „In manchen Fällen kann eine aufgeschobene Behandlung böse Folgen haben – auch ohne Corona.“

Jede/r Patient/in kann übrigens pro Tag für eine Stunde Besuch von einer Person erhalten. Für den Einlass gilt die 2G-plus-Regel: Besucherinnen und Besucher müssen vollständig geimpft oder genesen sein und einen Negativtest vorlegen - dies gilt auch für Geboosterte. Die Besuchszeit wird ab 28. Februar ausgeweitet und ist nun täglich von 14 bis 18.30 Uhr. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit für Ausnahmeregelungen im Falle einer medizinischen oder sozialen Indikation nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Hierzu zählen dringende Angehörigen- bzw. Aufklärungsgespräche, notwendige Anwesenheit von Begleitung z.B. Übersetzungshilfen oder der Besuch von intensivmedizinischen, palliativen und sterbenden Patienten.

Im gesamten Klinikum besteht Maskenpflicht. Besucher sind also angehalten, vor Betreten des Krankenhauses einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen und diesen auch während des gesamten Aufenthalts zu tragen. Darüber hinaus sollte eine Händedesinfektion und regelmäßiges Händewaschen erfolgen. Auch wenn es gegenüber den geliebten Angehörigen schwerfällt, sollte auch hier der Abstand von mindestens 1,5 Metern weiterhin gewahrt werden und auf Umarmungen und Händeschütteln verzichtet werden.
Bianca Braunschweig M.A.
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0234 299-84033
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