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Blutvergiftung

Medizin-Tipp: Sterblichkeit bei Sepsis senken - Forscher wollen Künstliche Intelligenz gegen generelle Infektionen des Körpers einsetzen

Jeden 8-te Patienten auf der Intensivstation befällt eine Sepsis, eine oft tödliche Infektion des gesamten Organismus. In Deutschland sterben täglich 162 Bürger an einer Sepsis, die damit an dritter Stelle der Todesursachen steht. Rund ein Drittel der Patienten, die eine Sepsis überleben und nach Hause zurückkehren, sterben danach innerhalb von 12 Monaten. Damit verstirbt beinahe jeder zweite Patient mit Sepsis. Die Überlebenden müssen mit teils schweren Konsequenzen, wie Amputationen und Organschädigungen, weiterleben. Die Kosten für das Gesundheitssystem betragen jährlich 7,7 Milliarden Euro.

Ein Forscherteam um den Bochumer Intensivmediziner Professor Dr. med. Michael Adamzik aus dem Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, will das Problem mit neuen Methoden bekämpfen. Im Rahmen des Forschungskonzepts SYMBARA soll mit Hilfe Künstlicher Intelligenz untersucht werden, wie eine Sepsis entsteht und wie sie bekämpft werden kann. Aus einer riesigen Menge an Daten zum Immunsystem sollen dabei neue, hilfreiche Muster abgeleitet werden: „Wir wollen ein neues Verständnis und neue Therapieansätze für diese komplexe Erkrankung entwickeln, um die Sterblichkeit deutlich zu senken“, beschreibt Professor Adamzik das Projekt.

Das Projekt basiert auf den Zwischenergebnissen des vom Land NRW mit 3,6 Millionen Euro geförderten Projektes SepsisDataNet.NRW.

Univ.-Prof. Dr. med. Michael Adamzik
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Adamzik
Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
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